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Essstörungen

« …mange rien. »…isst nichts.

Lacan · Séminaire IV

Ein typisches Merkmal von Essstörungen ist, dass es den Patient:innen schwerfällt zu erkennen, dass sie unter Problemen mit dem Essen leiden, die meist stark beeinträchtigend sind. Das wechselhafte Verhältnis zum eigenen Spiegelbild und die für diese Störungen typischen Stimmungsschwankungen können es äußerst schwierig machen, das Problem klar zu erkennen, und die Bitte um Behandlung erschweren oder stark hinauszögern. Das Subjekt, das mit seinem Körper im Krieg liegt, kennt die Ursachen dafür nicht: Die Psychoanalyse kann an dieser Frage anknüpfen und ermöglichen, dass die Windungen der Sprache Raum lassen — nicht für einen Waffenstillstand, sondern für Frieden.

Parallel dazu biete ich Beratung für Eltern minderjähriger Patient:innen mit Essstörungen an, ebenso wie für Eltern, die sich fragen, ob ihr Kind ein Problem in diesem Bereich hat. Essstörungen sind auch unter sehr jungen Patient:innen verbreitet, und die Unterstützung und das Verständnis der Familie sind in diesen Fällen äußerst wichtig.