ERQ

Über mich

Es war an einem Nachmittag im späten Frühling, und ich spielte mit einem Freund Federball, als ich, fast wie im Spiel, mit meinem Begehren herausplatzte. Nachdem ich laut ausgesprochen hatte, dass ich Psychoanalytikerin werden wollte, musste ich vieles überdenken und mich beispielsweise von den Perspektiven für Forschung und eine akademische Laufbahn verabschieden, die sich gegen Ende meines Masterstudiums in Literaturtheorie eröffneten. Mein Begehren wieder hinunterzuschlucken, kam jedoch nicht infrage: Ich wusste, dass es dafür viel zu kostbar war, dass es nach Jahren der Arbeit an mir selbst in der Analyse zum Vorschein gekommen war, und ich spürte instinktiv, dass für mich der Moment gekommen war, etwas zu verlieren, das ich als grundlegend für meine Person und meine Persönlichkeit angesehen hatte, und Raum für Neues zu schaffen.

Der gemeinsame Nenner, der meine Arbeit als klinische Psychologin, Psychoanalytikerin und Psychotherapeutin in Ausbildung leitet, wurzelt in der Erinnerung an jenen Nachmittag und besteht, entsprechend der psychoanalytischen Ausrichtung meines Ansatzes, darin, über das Unbehagen nachzudenken und es zu befragen, um zu verstehen, was es uns über unser Begehren sagen will und was wir übersehen, obwohl es uns unmittelbar betrifft — und manchmal sogar unseren Körper berührt, nur um nicht ignoriert zu werden. Dies geht über die Form des Symptoms hinaus: Für mich ist es wichtig, meine Patient:innen als Menschen mit einer einzigartigen Geschichte zu sehen und nicht als wandelnde Diagnoseetiketten.

Die Sitzungen können auf Italienisch, Englisch oder Deutsch stattfinden.

« …ne pas céder sur son désir »…in seinem Begehren nicht nachgeben

Lacan · Séminaire VII